Skip to the content

Geschichten der Erinnerung

Flucht damals und heute

Über das Projekt

Das Ausstellungsprojekt „Geschichten der Erinnerung“ dokumentiert Schicksale und Lebenswege Geflüchteter aus dem ehemaligen Jugoslawien während der Kriege der 1990er Jahre und Menschen auf der Flucht heute und zeigt Arbeiten vier europäischer Fotografen, die diese Menschen damals und heute auf ihren Wegen begleiteten. Die Ausstellung wird in fünf europäischen Städten zu sehen sein und zeigt Arbeiten von Borut Krajnc (Slowenien), Florian Rainer (Österreich), Istvan Bielik (Ungarn) und Imre Szabó (Serbien).

Laut Schätzungen des UNO-Hochkommissariats für Geflüchtete (UNHCR) waren während der Jugoslawienkriege rund 2,3 Millionen Menschen als auf der Flucht registriert, 400.000 von ihnen flohen außerhalb der Grenzen des ehemaligen Jugoslawien, die meisten nach Deutschland. Derzeit sind laut UNHCR rund 60 Millionen Menschen weltweit von Vertreibung und Flucht betroffen. Die Vertriebenen hinterlassen Spuren vielschichtiger Erinnerungen, die uns heute dabei helfen können sowohl die historischen Ereignisse rund um die Kriege im ehemaligen Jugoslawien und deren Folgen, als auch die Schicksale und Lebensrealitäten geflüchteter Menschen - heute und damals - besser zu verstehen.

25 Jahre sind seit Beginn der Kriege vergangen, doch selbst in Ländern des ehemaligen Jugoslawiens wird diese Epoche bereits der Vergangenheit zugerechnet, wodurch viele Lektionen und Einsichten, die daraus gewonnen werden könnten, verloren gehen oder zumindest nicht gänzlich ausgeschöpft werden. Die Ausstellung ist in diesem Sinn ein Beitrag für ein friedliches und tolerantes Europa: sie wirft einen Blick zurück, auf Fehler und Tragödien der europäischen Geschichte, um daraus Erkenntnisse für die Gegenwart offenzulegen, fördert Empathie, Sensibilität und Weitblick im Umgang mit Geflüchteten der heutigen Zeit und lenkt den Blick auf ihre Schicksale, die weitaus komplexer sind als die kollektive Angst vor einem vermeintlich „Anderen“, die derzeit den politischen und gesellschaftlichen Diskurs in Europa prägt, vermuten lässt; sie präsentiert persönliche Narrative, die die Bedeutung und Herausforderung von Flucht und Vertreibung aus dem Blickwinkel von Geflüchteten zeigt und das undifferenzierte Verständnis des "Flüchtlings" als homogenen Akteur aufbricht

Partner

Veranstaltungen

  • 18.05.2017

    Adresse:
    Haus der Demokratie und Menschenrechte
    Greifswalder Str. 4
    10405 Berlin
    Deutschland
    Eröffnung:
    18.05.2017 18:30
    Diskussion:
    18.05.2017, 2017 19:30
    Öffnungszeiten:
    18.05-09.06.2017, 10:00-17:00

    Mehr

  • 24.05.2017

    Adresse:
    Fotogalerija Stolp
    Židovska ulica 6
    2000 Maribor
    Slowenien
    Eröffnung:
    24.05.2017 19:00
    Diskussion:
    24.05.2017, 2017 20:00 (Salon uporabnih umetnosti) – »Begunci in fotografija – kako fotografija sooblikuje javno mnenje?«
    Öffnungszeiten:
    24.05-31.05.2017, torek – petek: 16:00-18:00
  • 07.06.2017

    A cappella-Performance „Fluchtrouten“ von Irina Karamarkovic

    Adresse:
    Werkstadt Graz / Galerie Grazy
    Sporgasse 16, hofseitig,
    8010 Graz,
    Österreich
    Eröffnung:
    07.06.2017 18:30
    Öffnungszeiten:
    07.-30.06.2017

Ein Volk kann nicht ohne Geschichte leben.

Helmut Kohl
Back to the top